where the streets have no name

the title of course refers to an event and song in pop-history: u2 shooting their music video on the rooftop of a liquor store in downtown LA, stopping traffic, creating a rupture in everyday-life. Bono swinging his long hair in the hot sun, singing I WANT TO RUN I WANT TO HIDE I WANT TO TEAR DOWN THE WALLS THAT HOLD ME INSIDE I WANT TO REACH OUT AND TOUCH THE FLAME WHERE THE STREETS HAVE NO NAME fans and passengers screaming exitedly, overwhelmed by police-officers, people climbing on lanterns, the relaxed roadis in the back of the scene.

the power of a pop-concert is not really what I wanted to talk about, as art is a very obvious way to break rules, art is the rule that it is ok to break rules, art makes people happy that someone dared to do xx and gifts them with art.

I want to talk about the blatantly obvious abut unwritten rule that says that streets need to have names. that buildings are part of streets OUR HOUSE IN THE MIDDLE OF OUR STREET how the grid is what makes the city a city, in a way. in villages there is not really a need for street names – let's take a deeper look still, or: a different perspektive.

es geht also darum, dass die Verbindung zwischen den Gebäuden das ist, was die Stadt ausmacht, denn die Verbindungen sind das namenstragende Element, die Bezeichnung, die (unter)Ordnung: Strassen, Gassen, Wege, Twieten, Alleen, Plätze – da macht sich auch direkt ein Bild auf. das Zwischen, der Zwischenraum und die Nähe der Element drumherum, die Enge, die weite der Enge, auch: seine exakten Bezeichnungne, die einer*m jeden vor Ort und vie Karten auch anderswo zur Verfügung stehen, ist etwas, was die Stadt ausmacht und worüber sie definiert wird, die Menge an engen Beziehungsgeflechten, sei es zwischen Gebäuden oder Menschen.

Ich versuche mir jetzt, in einem zweiten Schritt, zu überlegen, welche andere Regel ermöglichen könnte, die Stadt mit Worten navigierbar zu machen, aufzuzeichnen, un ich erinnere mich an anarchistische Praxis, die wie ein Spiel*en funktioniert in dem Sinne, dass sie eine Fluchtlinie eröffnet, indem sie diese Regeln verschiebt. Häuser, Hausprojekte, haben Namen. Und alle Häuser mit Namen stehen zueinander in Verbindung, gerade weil sie die Häuser mit den Namen statt mit den Adressen sind.

Salen/Zimmermann: “to break the rule is to have a relationship to the formal system that is different than the relationship thath the formal system itself presupposes and endorses” S. 268

und hier sieht eins auch sehr schön, wie die vermeintlich objektive Karte sich von der wirk_lickkeit unterscheidet, die viel näher am Spiel mit der Regel ist – wenn ich dir zum Beispiel am Telefon erkläre, wo ich gerade bin, werde ich nicht die Strassennamen benutzen, sondern meinen subjektiven Eindruck der Umgebung beschreiben – über die Brücke da bei der Baustelle vorm roten Transpi – und davon ausgehen, dass du mich verstehst.

Häuser mit Namen sind sonst der Herrschaft vorbehalten: Rathaus, HCU, HAW Finkenau, Elbphilharmonie . die widerständige Praxis, die auch ein Spiel*en ist, die daraus erfolgt ist ganz einfach: Anfangen, den Häusern Namen zu geben als Weg nach Authren.